Bäume und Pflanzen im Park

Geschichte

Das Park-Gelände wurde 1932 von der Stadt Esslingen gepachtet, nachdem Esslingen das Gewann südlich des alten Neckar von der Gemeinde Deizisau gekauft hatte. Der Neckar floss bis in diese Zeit, Ende der zwanziger Jahre, in einer Schleife vom Entennest, dem Neckararm vom Kraftwerk in Altbach hin zur Oberesslinger Mühle, der Schwertmühle. Von der Schwertmühle bis zum Berkheimer Wald war eine flache Wiesenlandschaft ohne Bäume und oder besonderen Bewuchs. Bilder aus dieser Zeit zeigen dies sehr beeindruckend.
Nachdem das neue Wasserkraftwerk Oberesslingen mit seinem Kanal und dem heutigen Damm, sowie das neue Neckarbett im Norden fertig waren, war das Nymphaea-Gelände auf der nun entstandenen Insel geboren. Die Zufahrt erfolgte schon damals über die Brücke und den heutigen Nymphaeaweg. Die heutigen Seen und Teiche sind damals durch Kiesabbau entstanden.

Der vordere Teil der heutigen Anlage wurde eingezäunt, der Haupteingang und das Blockhaus entstanden und die Vereinsmitglieder begannen die Anlage zu bepflanzen. Alle Bäume in der Anlage sind also erst nach 1932 gepflanzt worden.

Bäume und Sträucher

In den vergangenen 75 Jahren (1932-2007) sind teils mächtige Bäume herangewachsen. Diese Baumriesen sind hauptsächlich Eichen, Buchen, Pappeln, Birken, Fichten und Weiden.

Einige dieser Riesen sind, begünstigt durch den Boden, das Wasser und die geschützte Auenlage besonders schnell gewachsen und bereits vor Jahren durch Stürme beschädigt worden oder altersbedingt abgestorben. Die Reste von zwei vormals riesigen Trauerweiden stehen am östlichen Ufer des großen Sees. An den hinteren kleinen Seen und im Ziegengehege stehen die Reste von einst mächtigen Silber-Weiden und Silber-Pappeln. Von diesen Bäumen sind Stecklingen am kleinen hinteren Teich bei den Vogelvolieren in den vergangenen 20-30 Jahren bereits wieder herangewachsen.

Aufforstung

Vor einigen Jahren (1995) wurden 485 Rotbuchen, Hainbuchen, Weißdorn, Hartriegel, Wachholder und verschiedene einheimische Sträucher gepflanzt.

2007 wurden zum Parkjubiläum 16 Bäume neu gepflanzt. Bei diesen handelt es sich um die noch fehlenden Arten der Bäume der Jahre 1989-2006.

Neupflanzungen 2007

  Nr. Standort Baum Jahres-
baum
  1 gegenüber Hasengehege Trauerweide, Salix … ---
  2 Entengehege Stieleiche, Quercus robur L. 1989
  3 gegenüber Hirsche Speierling, Sobus domestica L. 1993
  4 gegenüber Hirschgehege Sommerlinde, Tilia platyph. Scop. 1991
  5 hinter Ziegenstall Spitzahorn, Acer platanoides L. 1995
  6 Ziegengehege, gr. See Schwarz-Erle, Alnus glutinosa L. 2003
  7 neben Kassenhaus Sandbirke, Betula pendula Roth 2000
  8 am Alpinumsee Säulenwachholder 2002
  9 Spielplatz Rosskastanie, Aesculus hippocasta. 2005
  10 Entengehege Weisstanne, Abies Alba MILL 2004
  11 Rosenhügel Trauerweide, Salix ---
  12 gegenüber Uhugehege Schwarzpappel, Populus nigra L.* 2006
  13 Hasengehege links Schwarzpappel, Populus nigra L. * 2006
  14 Hasengehege rechts Schwarzpappel, Populus nigra L. * 2006
  15 Ziegengehege/Eselgehege Stieleiche, Quercus robur L. 1989
  16 hinter Ziegengehege Wildbirne Pyrus communis L. 1998
         


Erläuterung: L. = Linnee
* aus Stadtnachzucht, sehr selten, fast ausgestorben

Rundgang

Auf einem kleinen Rundgang durch den Nymphaea-Park kommen Sie u.a. an folgenden Bäumen vorbei:

Im Eingangsbereich stehen Bergahorn, Echte Walnussbäume, Stieleichen, die auch Sommereiche oder Deutsche Eiche genannt werden. Diese Baum war Baum des Jahres 1989.
Rotbuchen ( Baum des Jahres 1990 ), Birken (Betula pendula >Sand-, Weiß-, Hänge- oder Warzenbirke genannt (B.d.J. 2000), Bergulmen (1992), Hainbuchen (1996), Silberweiden (1999), Winterlinde, Rubinie, Esche (2001), Süßkirsche, Traubenkirsche, Erle, Ulme, Schwarzpappel, Schwarzerle und kleinere Weiden.
Entlang des Weges am See stehen beiderseits Eschen, mächtige Pappeln, Rotbuchen, Kastanien (2005), Erlen, Haselnuss, Eiben (1994), Rotbuchen, Hainbuchen, Eberesche (1997) und Linden.

Am hinteren Tor steht eine hohe Fichte (gemeine Fichte), die bis 60 Meter hoch werden kann. Weiter geht es vorbei an dem sehr großen Buxbaum, riesigen Überresten von Silber-Weiden an der Seeseite (Stammumfang in Kniehöhe war 4,05 Meter !) und Rubinien, Weißdorn, Wildapfelbaum, Eschen, einem Ginkgo- oder Fächerbaum neben dem Bienenhaus auf der Wiese, europäischer Lärche, Säulenwachholder (2002), Wald-Kiefern, Flieder und einer mächtigen Weißbirke an der Ecke zur Wiese.

Weiden, Korkenzieherweide, Weißdorn (eingriffliger Weißdorn), Birken, Pappeln, Eschen, Traubenkirschen, Kirschen, Spindelbaum, gefüllter Schneeball, Haselnuss und Ulmen stehen am Nordufer der Seen. Mit einer mächtigen Silberweide und einer großen alten Eibe aus 1932 auf der rechten Seite endet der Rundgang hinter dem Eselstall.

Im Nymphaea-Park stehen und wachsen somit Bäume im Alter von einem bis 75 Jahre. Die einen haben gerade erst aus Samen und Ablegern ausgeschlagen und andere sind bis zu 75-jährige mächtige Riesen mit 30-45 Meter Höhe. Es sind weit über 1.000 Sträucher und Bäume, die ab März den Park in eine grüne Landschaft verwandeln.
Der Verein pflegt und hegt den Baumbestand ständig mit tatkräftiger Unterstützung des Grünflächenamtes der Stadt Esslingen und der Firma "Garten und Baum Bühler".

Diese Zusammenfassung wurde von uns als Laien in Eigenregie erstellt. Für fachkundige Hinweise sind wir dankbar.
Als Informationsquellen zum Thema Bäume und Sträucher empfehlen wir freibleibend z.B. folgende Fachliteratur und Internetseiten:
KOSMOS Naturführer Parey´s Buch der Bäume
www.waldwissen.net oder www.baum-des-Jahres.de oder die Hilfe einer Suchmaschine.